Dieser Bildungsgang orientiert sich in hohem Masse an den Erfordernissen der Praxis und legt ein solides Fundament an fachlichem, gestalterischem und allgemeinem Wissen. Neben theoretischen und technischen Grundlagen werden in Projektarbeiten praxisnahe innenarchitektonische Planungsaufgaben bearbeitet. Deren gestalterische und baukonstruktive Umsetzung bilden den Schwerpunkt der Ausbildung. Gleichermassen liegt der Fokus auf den Darstellungstechniken, die eigenen Ideen zu räumlichen Konzepten mittels CAD-Plänen, 3D-Visualisierungen und physischen Modellen auszudrücken.
Im Grundstudium werden gestalterische und darstellungstechnische Grundlagen vermittelt. Die Inhalte des praxisbezogenen Bauvorkurs lehren branchenfremden Einsteiger/-innen ein Fundament an bauplanerischem und bautechnischem Wissen. Es werden die Grundlagenkenntnisse der Bauplanung vom Aushub zum Dachstuhl und Innenausbau vermittelt.
Im Hauptstudium werden komplexe und zusammenhängende Aufgabenstellungen der Innenarchitektur bearbeitet. Es werden Ideen und Visionen für Innenräume entworfen, diese durch räumliche Elemente, Materialien, Oberflächenbeschaffenheiten, Farben, Licht und Möblierung gestaltet und deren konstruktive Umsetzung bis ins Detail geplant. Die zum Projekt zugehörigen Kosten werden berechnet und für die Realisierung ein Bauterminprogramm entwickelt. Dabei werden im Lehrgang Räume für unterschiedliche Nutzungen wie Wohnräume, Arbeitsplätze, Gastronomiebetriebe und Hotellerie geplant. Darüber hinaus werden Möbelstücke entwickelt, die Funktionalität und Ästhetik miteinander verbinden, sowie Ausstellungen konzipiert und umgesetzt. Durch die betriebswirtschaftliche Grundbildung wird gelernt, unternehmerische Entscheide zu treffen und durch die Integration von aktuellen, digitalen Planungsmethoden wie BIM wird das vertiefte Verständnis für alle Belange der Bauwirtschaft erarbeitet.
Absolvierende des Lehrgangs dipl. Techniker/-in Bauplanung mit dem Schwerpunkt Innenarchitektur können vernetzt denken und sehen gestalterische, technische, wirtschaftliche und mit der Tätigkeit verbundene ökologische Probleme in einem grösserem Zusammenhang. Während der Studiendauer ist die Berufstätigkeit in einem einschlägigen Bereich von mindestens 50% obligatorisch. Dadurch wird das in der Schule Gelernte direkt in der Praxis umgesetzt und eine realitätsnahe Weiterbildung garantiert.