ibW und die Armee gehen Ausbildungskooperation ein

18.11.2021

Die ibW Höhere Fachschule Südostschweiz und die Schweizer Armee gehen eine Ausbildungskooperation ein. In Anwesenheit des Bündner Regierungsrats Dr. Jon Domenic Parolini und des Chefs Kommando Ausbildung und Stellvertreter Chef der Armee, Hans-Peter Walser, wurde am Donnerstagnachmittag, 18. November 2021, in Chur eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Die Schweizer Armee und die ibW vereinbaren mit dem Kooperationsvertrag, dass sie aktiv versuchen, Bestandteile der militärischen Ausbildung in zivilen Weiterbildungen anzurechnen und abzustimmen. Dies kann insbesondere im Bereich der Führungsausbildung geschehen, z. B. in HF-Lehrgängen. Die Anrechnung kann in Form einer Dispensation, einer Preisreduktion auf konkreten Modulen und/oder mittels „Weiterbildungsgutscheinen“ ausgestaltet sein. In den Genuss der Angebote der Höheren Berufsbildung kommen grundsätzlich Absolvierende der Unteroffiziers- und Offiziersschulen. 

 

«Der Motor der Schweizer Wirtschaft»

 

«Die Höhere Berufsbildung ist der Motor der Schweizer Wirtschaft», so ibW-Präsident Jürg Michel, «mit 27'600 Abschlüssen ist sie die wichtigste Kategorie in der Tertiärausbildung für die KMUs in der Schweiz. Der Vertrag schafft eine Win-Win-Situation: Sowohl die Armee wie auch die Zivilgesellschaft profitiert von besser ausgebildeten Personen.» Gar von einer ‘Win hoch 5’-Situation sprach Hans-Peter Walser, Korpskommandant und Chef Kommando Ausbildung der Schweizer Armee, da auch die Auszubildenden, die Unternehmen und letztlich auch die Sicherheit der Schweiz von Weiterbildung profitieren würden. «Die ibW kann stolz sein, als Pionierin in der Südostschweiz eine solche Vereinbarung mit der Armee abzuschliessen», so Walser. 

Stefan Eisenring (Direktor ibW), Remi Crameri (Leiter strategische Projekte ibW), Jon Domenic Parolini (Regierungsrat Graubünden), Hans-Peter Walser (Chef Kommando Ausbildung Schweizer Armee) und Jürg Michel (Präsident ibW) freuen sich nach der Unterzeichnung der Kooperation.

Stefan Eisenring (Direktor ibW), Remi Crameri (Leiter strategische Projekte ibW), Jon Domenic Parolini (Regierungsrat Graubünden), Hans-Peter Walser (Chef Kommando Ausbildung Schweizer Armee) und Jürg Michel (Präsident ibW) freuen sich nach der Unterzeichnung der Kooperation.

Die ibW ist nach dem ZBW St. Gallen erst die schweizweit zweite Schule in der Höheren Berufsbildung, die für eine Ausbildungskooperation mit der Schweizer Armee anerkannt wurde. Zuvor galten diese Bildungsmöglichkeiten nur für rund ein Dutzend Hochschulen und Fachhochschulen in der Schweiz. «Graubünden leider unter dem Brain Drain, dass viele junge Leute den Kanton verlassen. Das trifft unsere Wirtschaft», sprach Regierungsrat Jon Domenic Parolini in seiner Rede die Bedeutung von Bildung für die Wertschöpfung in einer Region an, «wir sind auf top-ausgebildete Leute angewiesen. Ich bin dankbar, dass die Angebote der ibW nun auch von der Kooperation mit der Armee profitieren. Wir sind uns alle bewusst, dass Absolvierende in der Höheren Berufsbildung gesuchte und praxisnahe Führungskräfte sind.»

 

«Neue Ideen und Horizonte»

 

Auch ibW-Direktor Stefan Eisenring zeigte sich nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags hochzufrieden: «Eine Partnerschaft öffnet immer auch neue Ideen und Horizonte und kann helfen, Antworten auf unsichere und volatile Zeiten zu geben.» Remi Crameri, Leiter strategische Projekte bei der ibW, freute sich über die Kooperation, die vor zwei Jahren am Küchentisch im Gespräch mit seinem Vater, dem ehemaligen Divisionär Valentino Crameri, seinen Ursprung hatte: «Es ist ein durchaus bemerkenswerter Tag. Aber es steht auch noch einige Arbeit bevor, gleichwertige Module der ibW mit jenen der akademischen Bildung abzugleichen.»

Für die Stärkung der Höheren Fachschulen und der dualen Bildung in der Schweiz sowie für den Bildungsstandort Südostschweiz ist die Kooperation auf jeden Fall ein wichtiger Schritt – nicht zuletzt auch zu einer besseren Anerkennung der beruflichen Weiterbildung.