Dipl. Rechtsfachfrau/-mann HF

Die Höhere Fachschule für Recht ist die juristische Ausbildung für Praktiker. 

Unternehmen und Verwaltungen sind zunehmend mit rechtlichen Fragestellungen konfrontiert. Das Bedürfnis nach internem juristischem Fachwissen nimmt zu. Im anerkannten Lehrgang «dipl. Rechtsfachfrau/-mann HF» entwickeln Sie sich zur kompetenten Fachperson, die rechtliche Aufgaben analysieren und bearbeiten kann. Bei komplexen Rechtsfällen sind Sie zudem in der Lage, unterstützend mitzuwirken und eine Schnittstellen-Funktion zu akademisch ausgebildeten Juristen auszuüben.

Zielpublikum

Die Zielgruppe des Bildungsganges HF Recht arbeitet in einer führenden oder operativen Funktion in einem Unternehmen oder in der Verwaltung und interessiert sich für rechtliche Fragestellungen. 

Die künftigen Studierenden möchten ein praxisorientiertes Verständnis im Zivilrecht, Strafrecht, Handels- und Wirtschaftsrecht, im Staats- und Verwaltungsrecht sowie im Prozessrecht erwerben. Konkret werden folgende Berufsleute angesprochen:

  • Mitarbeitende der kantonalen Verwaltung und der Polizei
  • Mitarbeitende von Gemeinde verwaltungen, Betreibungs- und Konkurs- sowie Zivilstandsämtern
  • Mitarbeitende aus Untersuchungsorganen (z.B. Staatsanwaltschaft)
  • Mitarbeitende aus dem Treuhandwesen, Anwaltskanzleien, Banken und Versicherungen
  • Mitarbeitende aus KMU und Grossunternehmen

Tätigkeiten

Dipl. Rechtsfachleute HF verfügen über ein fundiertes Rechtswissen und haben ausgeprägte Sozial- und Methodenkompetenzen. Sie lösen rechtliche Problemstellungen und beraten interne oder externe Kunden kompetent. Sie arbeiten in verschiedenen Berufsfeldern. Der Vorteil einer internen Rechtsfachperson ist ihr branchenspezifisches Wissen und ihre betriebliche Erfahrung. Sie kennt die Ansprechpersonen und kann bei rechtlichen Fragestellungen direkt und zeitnah beraten.

Kompetenzen

Rechtsfachleute sind in der Lage:

Fachkompetenz

  • Sachlage fachgerecht zu beurteilen und Vor- und Nachteile verschiedener Handlungsoptionen Im Interesse der Kunden abzuwägen.
  • in rechtlichen Problemstellungen und Fallen eine erste Risiko- und Chancenanalyse vorzunehmen und daraus die adäquaten Folgerungen abzuleiten.

Sozialkompetenz

  • Bedürfnisse und Erwartungen von Kunden/-innen zu erfassen und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten darauf einzugehen.
  • Kunden/-innen sachlich korrekt und in verständlicher Sprache über die rechtlichen Möglichkeiten und Handlungsoptionen in der konkreten Situation zu informieren und sie bei der Planung des weiteren Vorgehens zu unterstützen.

Selbstkompetenz

  • den Komplexitätsgrad der Beratungssituation und die eigene juristische Kompetenz realistisch einzuschätzen. Er/sie entscheidet situationsgerecht, ob er/sie juristische Spezialisten/Spezialistinnen beiziehen oder die Kunden/Kundinnen an einen/eine Juristen/Juristin verweisen muss.
  • sich ständig über Veränderungen der rechtlichen Grundlagen und über die relevante Rechtssprechung auf dem Laufenden zu halten.

Aufnahmebedingungen

  • Eidg. Fähigkeitszeugnis Kaufmann/Kauffrau Profil B, E oder M oder Abschluss einer kantonal anerkannten Handelsmittelschule 

oder:

  • Anderes Fähigkeitszeugnis und Berufsprüfung Polizist/-in mit eidg. Fachausweis

oder:

  • Anderes Fähigkeitszeugnis und kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Zusatzausbildung auf Tertiärstufe mit formalem Abschluss (z.B. Technische/r Kaufmann/Kauffrau eidg. Fachausweis, dipl. Betriebswirtschafter/-in HF, Nachdiplomstudium, Betriebswirtschaft usw.) 
  • Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in Wirtschaft oder Verwaltung
  • Mindestens 50-prozentige Berufstätigkeit, in welcher Rechtsfragen behandelt werden

Die definitive Zulassung wird nach Prüfung der obengenannten Bedingungen und ­anlässlich eines Aufnahmegesprächs abgeklärt.  

Inhalte

Der Bildungsgang ist durch seinen praxisnahen Charakter gekennzeichnet. Studierenden werden befähigt, selbständige Fachverantwortung zu übernehmen. Der Lehrgang fördert insbesondere die Fähigkeit zu methodischem und vernetztem Denken, zur Analyse von berufsbezogenen Aufgabenstellungen und zur praktischen Umsetzung der erworbenen Kenntnisse.
 

Partner

Finanzierung

Weiterbildungen auf der Stufe Höhere Fachschule (HF) werden nicht von der Subjektfinanzierung des Bundes unterstützt. Die Subventionierung basiert auf der Interkantonalen Vereinbarung über Beiträge an die Bildungsgänge der Höheren Fachschulen (HFSV) und erfolgt über Pauschalen pro Kopf. 

Bei den von der ibW Höhere Fachschule Südostschweiz aufgeführten Semestergebühren bei HF-Angeboten handelt es sich um Nettopreise, das heisst, dass die Subventionsbeiträge der Kantone bereits in Abzug gebracht wurden. Dies gilt für Studierende mit Wohnsitz in allen Schweizer Kantonen oder im Fürstentum Liechtenstein. 

Für Studierende mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz oder des Fürstentum Liechtenstein gelten Sonderregelungen. Bitte nehmen Sie hierzu mit uns Kontakt auf.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Broschüre

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